Die Manager des Schweizer Himmels
FlugverkehrsleiterInnen - auch Air Traffic Controller (ATCO) oder FluglotsInnen genannt - überwachen und leiten die in ihrem Zuständigkeitsbereich verkehrenden Flugzeuge vom Start bis zur Landung. Skyguide beschäftigt rund 450 FlugverkehrsleiterInnen.

Was macht der Flugverkehrsleiter?
Flugverkehrsleiter organisieren und überwachen die Starts und Landungen sowie die Überflüge im schweizerischen und im delegierten angrenzenden Luftraum. Sie weisen den Piloten vorgegebene Flughöhen zu und beachten jederzeit, dass die Mindestabstände zwischen den Flugzeugen gewahrt bleiben. Im Jägerleitdienst führen und unterstützen sie die Kampfflugzeuge der Schweizer Luftwaffe bei ihren taktischen Einsätzen. Zudem koordinieren sie den Zivilflugverkehr und Militärflugbetrieb und die militärischen Trainingsräume. Der Einsatz an der Front der Flugsicherung verlangt vollste Konzentration. Deshalb ist der Arbeitstag eines Flugverkehrsleiters auf sieben Stunden beschränkt und plant eine einstündige Ruhephase ein.
- Im Tower (TWR, Aerodrome Control, Platzverkehrsleitdienst) organisieren die Flugverkehrsleiter die Rollmanöver, Starts und Landungen und leiten den Luftverkehr in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens.
- Im Approach Control (An- und Abflugleitdienst) leiten sie die An- und Abflüge innerhalb eines Bereichs von rund 50 km um den Flughafen. Hier kontrollieren sie die Steigflüge zu den Luftstrassen und die Anflüge bis zur Übergabe an den Tower.
- Im Area Control Center (Bezirksleitstelle) sichern und regeln sie den Verkehrsablauf innerhalb der Luftstrassen. Sprechfunk, Radar und Flugplandaten sind ihre wichtigsten Arbeitsmittel.
- Die militärische Flugsicherung für die Luftwaffe gliedert sich einerseits in die Funktionen Tower und Approach Control auf den Militärflugplätzen und andererseits in die Funktion Tactical Fighter Control in der Einsatzzentrale, welche die Piloten im taktischen Luftkampf unterstützt und den Luftraum koordiniert. Tactical Fighter Controller durchlaufen anfänglich die reguläre Ausbildung eines Flugverkehrsleiters und spezialisieren sich nach ca. einem Jahr für den Flugverkehrsleitdienst in der Einsatzzentrale. Anschliessend erfolgt die Ausbildung im taktischen Bereich.
Fotoreportagen |
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Vera Bosshard, Flugverkehrsleiterin im Kontrollturm Zürich: "In der Flugplatzkontrolle kann man die Folgen seiner Entscheidungen und Aktionen mit eigenen Augen sehen. Durch das Geräusch der Flugzeugmotoren drumherum wird die Arbeit noch konkreter." Fotoreportage |
Michaël Bernhard, Flugverkehrsleiter im Kontrollturm Sion: Der Regionalflughafen Sitten ist ein besonderer Ort, denn "Art und Volumen des sowohl militärischen als auch zivilen Flugverkehrs, IFR sowie VFR, variieren über die Tage und Jahreszeiten gesehen enorm". Fotoreportage |
Einsatzorte
Je nach Spezialisierung arbeiten Sie als Flugverkehrsleiter:
- im Tower der zivilen Flughäfen Bern, Buochs, Genf, Lugano und Zürich
- im Tower der militärischen bzw. zivil und militärisch genutzten Flugplätze Alpnach, Dübendorf, Emmen, Locarno, Meiringen, Payerne und Sitten
- in der Luftstrassenkontrolle (Bezirksleitstelle, Area Control Center) von Genf und Zürich oder der militärischen Einsatzzentrale.

Lohn
Flugverkehrsleiter leisten Präzisionsarbeit und tragen grosse Verantwortung. Ihr Lohn entspricht den hohen Anforderungen. Nach Erlangen der ersten Lizenz (Endorsement 1), d.h. bereits nach ca. zwei bis drei Ausbildungsjahren, beträgt das Jahresgehalt des/der FlugverkehrsleiterIn 71'500 CHF. 42 Monate nach Beginn der Ausbildung erhält der/die FlugverkehrsleiterIn das volle Jahresgehalt ab 87'927 bis 109'909 CHF (nach 25 Dienstjahren 133'659 bis 167'074 CHF). Zusätzlich erhält der/die FlugverkehrsleiterIn ab der ersten Lizenz eine jährliche Zulage für besondere Verantwortung in der Höhe von 14'900 bis CHF 24'000 CHF.
Karriere
Als Flugverkehrsleiter haben Sie interessante Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten: Viele Mitarbeitenden in Kaderpositionen und an Expertenplätzen bei skyguide haben ihre Karriere als Flugverkehrsleiter begonnen. Der Weg führt über Dienstleitung, Führung einer Dienstleitung, Ausbildungsverantwortung, Verfahrensexpertenposition und weitere Kaderfunktionen.
Anerkennung der Lizenz und des Berufs
FlugverkehrsleiterInnen können dank der international anerkannten Lizenz im Prinzip auch im Ausland arbeiten (ein Wechsel ins Ausland muss von der Zielfirma abgeklärt und organisiert werden). Da der Beruf vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) anerkannt ist, tragen die FlugverkehrsleiterInnen den offiziellen Titel Dipl. FlugverkehrsleiterIn HF (Höhere Fachschule).
Publikationen
- Broschüre "Air Traffic Controller" (PDF, 0,7 MB)
- Flyer "Air Traffic Controller" (PDF, 0,5 MB) (auch auf Italienisch: "Controllore del traffico aereo")







