
Wenn ein unbekanntes Luftfahrzeug in den Schweizer Luftraum eindringt, dann ist die Luftpolizei mit Unterstützung der militärischen FlugverkehrsleiterInnen von skyguide sofort zur Stelle. Diese leiten auch Militärflugzeuge von den Air Basen der Luftwaffe zu den Einsatzorten und unterstützen die PilotInnen bei ihren taktischen Luftkampfübungen.
Den FlugverkehrsleiterInnen werden unterschiedliche Aufgaben zugewiesen:
In der Platz- und Anflugverkehrsleitung (Tower und Radar) der Militärflugplätze gewährleisten die Flugverkehrsleiter/Innen eine sichere und flüssige Abwicklung des Flugverkehrs. Sie überwachen und koordinieren an- und abfliegende Flugzeuge und Helikopter sowie den Rollverkehr.
Die militärische Flugsicherung im Tower regelt einen sehr schnellen, kurzfristigen und unplanbaren Flugverkehr. Militärische Kampfjets, Trainingsflugzeuge und Helikopter müssen untereinander und in jeglichen zivilen Flugverkehr wie Überflüge, Lastenflüge, Gleitschirme, integriert werden. Daher kann sich die Komplexität in kurzer Zeit extrem steigern, was eine schnelle Auffassungsgabe und hohe Konzentration voraussetzt. Für die militärische Anflugverkehrsleitung sind die vielen verschiedenen Anflugtypen, unter anderem Radar, militärisches Instrumentenlandesystem oder GPS basierende Anflüge, immer wieder aufs Neue eine spannende Herausforderung.
Die FlugverkehrsleiterInnen in der militärischen Einsatzzentrale (ADDC) werden „Fighter Controller“ genannt. Mit ihrem hochspezialisierten Fachwissen unterstützen sie die PilotInnen der Schweizer Luftwaffe bei taktischen Luftkampfübungen. Ausserdem leiten sie alle militärischen Transitflüge innerhalb der Schweiz. Wie die zivilen FlugverkehrsleiterInnen überwachen auch die Fighter Controller den Luftraum über Radarkonsolen.
Die militärische Einsatzzentrale unterstützt auch den Luftpolizeidienst bei der wichtigen Aufgabe, Luftfahrzeuge mit einer unklaren Identität zu identifizieren. In der militärischen Einsatzzentrale wird die visuelle Darstellung des Flugverkehrs erstellt, das so genannte „Recognised Air Picture"“. Die visuelle Gesamtansicht wird mit Hilfe von Primär- und Sekundärradaranlagen erstellt und zeigt den hoheitlichen Luftraum mit allen sich darin bewegenden Flugzeugen.
Beim Training der Luftverteidigung werden spezifische Abläufe eines Einsatzes geübt, wie die Verteidigung eines bestimmten Gebiets über einen festgelegten Zeitraum, z. B. während des Weltwirtschaftsforums in Davos.