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Umwelt

Minimierung der Umweltauswirkungen. Die Gewährleistung eines effizienten und ressourcenschonenden Flugverkehrsmanagements ist einer der Grundpfeiler des öffentlichen Auftrags an skyguide.

Die Umweltauswirkungen des Flugverkehrs stellen eine internationale Herausforderung dar, die globale Lösungen erfordert. Unsere Umweltpolitik und unser Managementsystem beginnen jedoch schon auf lokaler Ebene. In dieser Hinsicht sind sich alle MitarbeiterInnen bewusst, welchen Beitrag sie leisten könne. Als Organisation arbeiten wir aktiv mit lokalen und internationalen Einrichtungen zusammen, um unseren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren.

 

© pictures by Suisse Eole

 

 

Streben nach Effizienz

 

Neben der Optimierung der Kosteneffizienz und der bestehenden Flugstrecken werden die uns neu zugewiesenen Streckennetzstrukturen und Flugverfahren ebenfalls dahingehend überprüft, ob Länge und Lärmemission verringert werden können. Eine effiziente Flugabwicklung führt zu einem geringeren Treibstoffverbrauch und Ausstoss von Treibhausgasen. Zum Beispiel: Greener Wave und iStream (Filme auf Englisch).

Die europäischen Regulierungsbehörden haben strenge Bestimmungen für den Luftverkehr erlassen, um den Ausstoss von Treibhausgasen zu reduzieren. Die Flugsicherungsdienste müssen im Rahmen des Programms „Single European Sky“ festgelegte ökologische Ziele erreichen.

 

Zusammenarbeit mit allen Luftverkehrspartnern

Wir steigern die Effizienz, indem wir eng mit unseren regionalen und internationalen Partnern zusammenarbeiten und Arbeitsmittel und Verfahren entwickeln, die die Gesamtleistung verbessern und gleichzeitig die Umweltauswirkungen minimieren. Zu den konkreten betrieblichen Massnahmen gehören:

 

  • Die Piloten auf Schweizer Flughäfen erhalten erst kurz vor dem Rangieren des Flugzeugs (Pushback) die Erlaubnis zum Start der Motoren, um einen unnötigen Treibstoffverbrauch zu verhindern.
  • Wir arbeiten gemeinsam mit der Fluggesellschaft Swiss International Air Lines und dem Flughafenbetreiber in Zürich im Rahmen des Projekts AIRE (Atlantic Interoperability Initiative to Reduce Emissions), um eine flüssigere Abwicklung des Anflugs- und Rollverkehrs am Boden der ersten Langstreckenflugzeuge am Morgen zu entwickeln.
  • Unser Beitrag zu den FABEC-Initiativen – etwa Night Network, City Pairs und Hot Spots – zielt ebenso auf das Verkürzen von Flugrouten und die Verbesserung des Umweltschutzes innerhalb des gesamten Systems ab.

 

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.enviro.aero, einer Initiative der kommerziellen Luftfahrt, die von CANSO und skyguide unterstützt wird.

 

 

Internationaler Lösungsansatz

 

Dank unserer Mitarbeit bei internationalen Organisationen wie FABEC und CANSO und Fachprojekten ist sichergestellt, dass wir immer auf dem höchsten Wissensstand bezüglich der Umweltfragestellungen sind. Da der Einfluss des Flugverkehrs auf die Umwelt ein internationales Problem ist, befürworten einen globalen Lösungsansatz.

 

Unterstützung der europäischen Anstrengungen zur Effizensteigerung

Die Flugsicherungsunternehmen beabsichtigen, durch Steigerung der Effizienz ihren Anteil daran zu leisten. FABEC Initiativen wie „Night Network“, „City Pairs“ und „Hot Spots“, an denen sich skyguide beteiligt, verkürzen die Flugstrecken und verbessern die Umweltbilanz des Gesamtsystems. Zusammen mit Swiss International Airlines und dem Flughafen Zürich beteiligte sich skyguide auch am Programm AIRE (Atlantic Interoperability Initiative to Reduce Emissions), das unter Schirmherrschaft der europäischen ATM Forschung SESAR Joint Undertaking die Flugeffizienz von Atlantikflügen mit Ziel Zürich verbessern hilft.

 

Dreifacher Ansatz in Umweltfragen

 

Um den verschiedenen Aspekten des Umweltmanagements gerecht zu werden, verfolgt skyguide einen dreifachen Ansatz:

  • Wir verfolgen eine konsequente Strategie zur Verbesserung der Dienstleistungen. Je pünktlicher der Flugverkehr und je direkter die Routenführung, desto besser fällt die Ökobilanz unserer Kunden aus. Nachhaltigkeit ist somit integrativer Bestandteil der Unternehmensstrategie.
  • Wir ergreifen Massnahmen, um den eigenen Umwelteinfluss zu verringern. Dazu entwickeln wir ein Umweltmanagementsystem.
  • Wir verfolgen eine Einkaufspolitik, die die Umweltbelastung von Zulieferern als Kriterium bei der Mandatsvergabe miteinbezieht.

 

Messsystem im Aufbau

Mit Hilfe des Umweltmanagementsystems möchte skyguide zuverlässige Datensätze bezüglich des Verbrauchs an natürlichen Ressourcen erheben. Der Aufbau eines geeigneten Messsystems für Umweltkennzahlen wird vermutlich noch mehrere Jahre dauern. Dennoch lassen sich erste Aussagen machen, die Hinweise auf die eingeschlagene Richtung geben können. Das ultimative Ziel ist es schliesslich, den Ressourcenverbrauch zu beschränken und zu reduzieren.

 

Energieverbrauch

Die zur Energieoptimierung angewandte Technik entwickelte sich in den letzten Jahren rasant. Das 1998 in Genf eingeweihte Flugsicherungszentrum wurde nach dem damaligen höchsten Kenntnisstand entwickelt und besitzt z.B. Free-Cooling Anlagen. 2011 ersetzte skyguide ihr Heizsystem am Standort Genf und schloss sich ans Fernwärmenetz der Industriellen Werke Genf an. Das Anfang 2009 in Betrieb genommene Zentrum in Dübendorf gehört zur neueren Generation von optimierten Bauten. Neben rein baulichen Isolationsmassnahmen sorgen Bewegungsmelder für die Licht- und Klimasteuerung, effiziente Leuchttypen, ein zentrales intelligentes Gebäudeleitsystem, Wärmerück-gewinnung und Wärmepumpen dafür, dass der Energie-verbrauch in allen Bereichen reduziert wird.

 

 

Einflussmöglichkeit auf Lärm

Seine Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt im Luftverkehr nimmt der Bund durch Start-, Lande- und Überflugbeschränkungen in genau bezeichneten Gebieten wahr. Prüft er das Betriebsreglement eines Flughafens, überprüft er auch den Einfluss des Verkehrs auf Umwelt und Mensch. Skyguide arbeitet als Expertin im Auftragsverhältnis An- und Abflugreglemente von Flughäfen aus. Sie hat indes keinerlei Entscheidungsbefugnis, wenn es um die Bewilligung von An- und Abflugschneisen geht.

 

Treibstoff-Schnellablässe kommuniziert

Wenn ein Luftfahrzeug wegen technischer Probleme frühzeitig landen muss, reduziert es mittels eines Treibstoff-Schnellablasses (Fuel Dump) notfallmässig sein Gewicht. Dieser Vorgang findet auf einer vorgegebenen Mindestflughöhe statt. Skyguide kommuniziert solche Vorgänge im Auftrag des BAZL, welches für die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften und für die Überprüfung der Umweltauswirkungen verantwortlich ist.

Weitere Informationen beim Bundesamt für Zivilluffahrt

Treibstoff-Schnellablässe 2011 – heute Fuel Dumps 2011 – YTD