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Skyguide treibt Ablösung von konventioneller Navigations-infrastruktur bis 2030 voran – PBN Übergangsplan durch BAZL genehmigt

Die konventionelle Navigation in der Luftfahrt mittels NDB (ungerichtetes Funkfeuer) bzw. VOR (Drehfunkfeuer) oder ILS (Instrumenten-Lande-System) wird bis 2030 durch Performance-basierte Navigationsverfahren (PBN) abgelöst. Der von der Schweizer Flugsicherung skyguide dazu eingereichte Übergangsplan ist durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) genehmigt worden. Skyguide wird alle NDB und die meisten bestehenden VOR in der Schweiz sowie die ILS auf den Regionalflugplätzen schrittweise ab- und zurückbauen. Der Übergangsplan von skyguide steht mit dem europäischen ATM-Masterplan und den gemeinsamen Vorhaben des Europäischen Parlaments und Rates in Einklang.

Mit dem durch das BAZL genehmigten Übergansplan ist die rechtliche und regulatorische Grundlage geschaffen, um die Navigation in der Schweizer Luftfahrt in die Zukunft zu führen.

 

“Wir freuen uns, dass wir mit dem genehmigten Übergansplan den Umbau der Navigationsinfrastruktur in der Schweiz nun vorantreiben können. Dies erlaubt zum Nutzen unserer Luftraumbenutzer PBN zeitgleich und einheitlich mit unseren Nachbarstaaten einzuführen”, sagt Marc Troller, CNS Experte bei skyguide.

 

Dem Plan entsprechend wird skyguide bis 2030 die in der Schweiz eingesetzten VOR, bis auf die verbleibende Station Willisau (LU), sowie NDB und ILS auf den Regionalflugplätzen ab- und zurückbauen. In einem ersten Schritt hat skyguide bereits das NDB Bern sowie die VOR Hochwald (SO) und Trasadingen (SH) ausser Betrieb genommen. Routen und Luftstrassen basierend auf konventionellen Navigationsverfahren werden auf moderne PBN-Verfahren umgerüstet, welche auf Satelliten-Navigation (GNSS) basieren und mehr Flexibilität bieten.

 

Das aktuelle DME-Netzwerk (Entfernungsmessequipment) ist für die Unterstützung der konventionellen Navigation optimiert. Mit der Abschaffung der konventionellen Verfahren wird das DME-Netz schrittweise angepasst, um PBN optimal zu unterstützen. Dies beinhaltet die Verlegung einiger DME-Stationen sowie eine leichte Erweiterung des DME-Netzes. Das erweiterte DME-Netz wird das wichtigste Navigations-Backup für den Betrieb der Luftstrassen und Terminaloperationen im Falle von GNSS-Ausfällen.