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Flugzeugunglück im Susten-Gebiet – Stellungnahme von skyguide zum militärischen Untersuchungsbericht

Genf, 07. April 2020. Die Militärjustiz hat heute den Untersuchungsbericht zum F/A-18 Unglück im Susten-Gebiet veröffentlicht. Dieser kommt zum Schluss, dass eine zu tiefe Höhenangabe der Flugsicherung Mitursache für den Unfall war.

Am 29. August 2016 verunglückte eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe im Susten-Gebiet. Der Pilot verlor beim Unfall sein Leben. Das Unglück und der Verlust eines geschätzten Arbeitskollegen haben die skyguide-Mitarbeitenden tief bewegt.

 

Bereits früh wurde bekannt, dass skyguide eine Mitverantwortung für den Unfall trägt. Dies wurde durch den heute veröffentlichten, detaillierten Bericht der Militärjustiz bestätigt. Dieser kommt zum Schluss, dass eine Höhenangabe der Flugsicherung, die unter der sicheren Minimalhöhe liegt, Mitursache für den Unfall war. Weiter hält der Untersuchungsrichter fest, dass der verunfallte Pilot in der Startphase den Radarkontakt zum Leader nicht herstellen konnte.

 

Basierend auf diesen Erkenntnissen hat der militärische Untersuchungsrichter die Eröffnung einer Voruntersuchung gegen den involvierten Flugverkehrsleiter sowie den Militärpiloten in der Leader-Funktion beantragt.

 

Skyguide bedauert zutiefst, dass Handlungen der Flugsicherung zum Unfall beigetragen haben. Gemeinsam mit allen Beteiligten hat skyguide Lehren aus diesem Unfall gezogen, um die Sicherheit in der militärischen Luftfahrt weiter zu erhöhen.

 

Eine unmittelbar nach dem Unfall von skyguide durchgeführte interne Untersuchung hat Verbesserungspotential in den Bereichen Infrastruktur, Verfahren und Aus- und Weiterbildung geortet. Seit 2017 hat skyguide gemeinsam mit der Luftwaffe insgesamt zwölf Verbesserungsmassnahmen identifiziert und setzt diese seither schrittweise um. Skyguide wird den Bericht der Militärjustiz im Detail analysieren und auf weitere Verbesserungsmassnahmen für die militärische Flugsicherung hin prüfen.