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Verträge für Erbringung von Flugsicherungsdiensten zwischen skyguide und Regionalflugplätzen unterzeichnet

Genf, 5. Januar 2017 – Die Flugplatzhalter der Schweizer Regionalflugplätze Bern, Buochs, Grenchen, Les Eplatures, Lugano und St.Gallen-Altenrhein haben mit skyguide Einzelverträge über die Erbringung von Flugsicherungsdienstleistungen abgeschlossen. Sitten dürfte in Bälde folgen. Diese Verträge regeln die Finanzierung und den Umfang der Dienstleistungen, die skyguide an den jeweiligen Flugplätzen erbringen wird. Fürs Erste gibt es keine betrieblichen Änderungen.

Mit den erfolgreichen Vertragsabschlüssen ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des beabsichtigten Massnahmenplans zur Reduktion der Flugsicherungskosten auf den Flugplätzen der Kategorie II erfüllt. Dieser Plan wurde seit Anfang 2016 unter Leitung des BAZL durch den Verband Schweizer Flugplätze und skyguide gemeinsam erarbeitet (s. Medienmitteilung vom 26. August 2016). Er sieht für jeden Flugplatz individuelle Lösungen vor, mit denen das hohe Sicherheitsniveau bei reduzierten Kosten gewährleistet bleibt.

 

Die Neuregelung wurde aufgrund der auf den 1. Januar 2017 geänderten Verordnung über die Flugsicherungsdienste (VFSD) notwendig, mit der die Finanzierung der Flugsicherung auf den Regionalflugplätzen neu geregelt wird. Vorab, und als integraler Bestandteil des Massnahmenplans, erhöhen sich die Flugsicherungsgebühren, welche die Nutzer abgelten, um 10%. Die Detailplanung und Umsetzung des Massnahmenplans wird 2017 weitergeführt und läuft bis mindestens 2020.

 

Mittelfristig ist auf drei Regionalflugplätzen ein Wechsel von ATC (Kontrolle mit Führung durch skyguide) zu AFIS (Verkehrsinformation und Anflüge in Eigenverantwortung der Piloten) beabsichtigt. Dafür beginnen Ende März 2017 in Grenchen erste Tests mit Instrumentenflügen ohne ATC. Dabei gilt das Primat der Sicherheit.

Bei der Umsetzung des Massnahmenplans sind die Flugplatzhalter, das BAZL und skyguide sowie die betroffenen Mitarbeitenden direkt eingebunden. Der ständige Finanzierungsbedarf bleibt für die Regionalflugplätze eine grosse Herausforderung.